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Max Ernst (1891 - 1976)

Max Ernst, deutsch-französischer Surrealist, Dadaist, Maler, Bildhauer und maßgeblicher Wegbereiter der Moderne, starb vor etwas mehr als 35 Jahren.
Diese Biografie gibt einen Einblick in das Leben eines der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts.

"Die Nacktheit der Frau ist weiser als
die Lehre des Philosophen"

Das soll Max Ernst einmal gesagt haben.


Viele Querverweise in das Umfeld Max Ernsts und in die Welt des Dadaismus runden dieses Angebot ab.

Max Ernst Biografie

Aus lizenzrechtlichen Gründen werden auf dieser Seite keine Abbildungen von Werken des Künstlers gezeigt.

Ein ausgezeichnetes Buch zum Thema:

Werner Spies, "Max Ernst, Retrospektive zum 100. Geburtstag",
erschienen im Prestel Verlag, (ISBN: 3-7913-1122-0 | EUR 69.00)

 


"Frühe Jahre", 1891-1922

Max im Ersten Weltkrieg, erste Dada Ausstellung in Köln

1891 Max Ernst wird am 2. April in Brühl bei Köln geboren. Sein Vater ist der Taubstummenlehrer und Maler Philipp Ernst, seine Mutter Luise Ernst, geb. Kopp

1906 Erstes Ölbild, Arbeitet nach der Natur.

1910 Abitur, schreibt sich an der Universität Bonn zum Studium der Altphilologie ein.Folge von 25 Zeichnungen für die Schülerzeitung "Aus unserem Leben an der Penne".Gründung der Gruppe "Rheinische Expressionisten". Freundschaft mit August Macke

1912 Stellt mit den "Rheinischen Expressionisten" aus. Schreibt Kunstkritiken für den Bonner "Volksmund". Besucht die "Sonderbund"-Austellung in Köln und sieht dort zum ersten Mal Arbeiten von Cezanne, Gauguin, van Gogh, Matisse, Munch, Picasso u. a.

1913 Nimmt am "Ersten Deutschen Herbstsalon" in der Galerie "Der Sturm", Berlin teil. (mit Hans Arp, Marc Chagall, Robert Delaunay, Wassilli Kandinsky, Paul Klee, August Macke, Francis Picabia u. a.).

Lernt Guilleaume Apollinaire und Robert Delaunay bei August Macke kennen. Ist Mitglied der "Lunisten", einer spiritistischen Boheme-Gruppe mit Peter Abelen, Otto Freundlich, Franz Seraph Henseler, Joseph Kölschbach und Johannes Theodor Kuhlemann.

Erste fünfwöchige Reise nach Paris; Marcel Duchamp macht sein erstes Ready-made.

1914-18 Beginn der Freundschaft zwischen Hans Arp und Max Ernst. Soldat im Heer. Militärdienst in Frankreich u Polen.

1916 Kleine Ausstellung seiner Arbeiten in der Galerie "Der Sturm", Berlin. Lernt George Grosz und Wieland Herzfelde kennen. Februar: Eröffnung des "Cabaret Voltaire", begründet von Hugo Ball. Im April entsteht die Wortschöpfung "Dada".

1918 Rückkehr nach Köln. Heirat mit der Kunsthistorikerin Luise Straus. Der Club "Dada" wird in Berlin gegründet. Lernt Johannes Theodor Baargeld kennen.

1919 Mitarbeit am "Ventilator". Lernt in München durch die Kunstzeitschrift "Valori plastici" Arbeiten von de Chirico und Carlo Carra kennen. Besuch bei Paul Klee.

Die Mappe "Fiat modes pereat ars" mit 8 Lithographien erscheint. Entstehung der ersten Klischeedruck-- und Durchreibezeichnungen. Gründet mit Arp und Baargeld die Kölner Dada-Gruppe.

Erste Dada-Ausstellung im Kölnischen Kunstverein und Publikation des "Bulletin D" Dadavorfrühling. Die von Karl Nierendorf gegründete Gesellschaft der Künste organisiert in den Räumen des Kölnischen Kunstvereins am Wallrafplatz eine Ausstellung von all dem, was zur Zeit im besetzten Rheinland als fortschrittliche Kunst gilt. Baargeld und Max, unvorsichtigerweise dazu eingeladen, fassen die Gelegenheit mit unverhohlener Freude beim Schopf. Stirnrunzeln und Angstanfälle Nierendorfs als die auszustellenden Werke im Kunstverein eintreffen. Unparteiisch-versöhnende Haltung des verständigen, freundschaftlichen Walter Klug, des damaligen Leiters des Kunstvereins. Trotz der Proteste Nierendorfs findet die Ausstellung statt, jedoch in reinlich getrennten Räumen - hie Dada - hie G.d.K. Separate Kataloge und Plakate. Um jede Falschdeutung zu vermeiden, eine Anschrift am Eingang: "Auf Wunsch der Gesellschaft der Künste. Dada hat mit der Gesellschaft der Künste nichts gemein. Dada ist an den Liebhabereien der Gesellschaft nicht interessiert. Signiert. J.Th. Baargeld, Max Ernst". Plakat und Katalog werden von der englischen Besatzungsbehörde beschlagnahmt. Außer Baargeld, freundlich und Ernst figurieren in der Ausstellung noch Werke von künstlerischen Analphabeten ("Sonntagsmalern"), von Geisteskranken und Dilettanten. Daneben die von einer Lehrmittelanstalt geliehenen bunten Drahtmodelle mathematischer Formeln. Auch einige Fundgegenstände, wie Kiesel und Regenschirme, und ein Klavierhammer. Das war ein heiterer Blitz aus trüben Himmel, der Donner vernehmbar bis Paris und Zürich.

1920 Die einzige Nummer der Zeitschrift "Die Schammade", herausgegeben von Max Ernst und Baargeld, erscheint. In Zusammenarbeit mit Arp und Baargeld entstehen Fatagaga-Collagen.

Zweite und letzte Dada-Ausstellung ("Dada-Vorfrühling") im Brauhaus Winter. Kurt Schwitters besucht Max Ernst in Köln. Arp verläßt Köln. "Erste Internationale Dada-Messe" in Berlin.

Gründung der Künstlergruppe "Stupid" (mit Seiwert, Hegemann, A. Hoerle, H. Hoerle, A. Räderscheidt u.a.).

1921 Auf Einladung von Andre Breton erste Einzelausstellung in Paris, Galerie "Au Sans Paroli".

Im Sommer mit Sophie Taeuber, Hans Arp und Tristan Tzera in Tarrenz (Tirol). In Zusammenarbeit mit Arp und Tzera entsteht das Manifest "Dada au grand air. Der Sängerkrieg in Tirol". Trifft Paul und Gala Eluard in Köln. Wählt mit Eluard die Collagen für "Repetitions" aus. Max Ernst malt "vorsurrealistische" Bilder Der "Elefant von Celebes" und "Oedipus Rex". Baargeld beendet seine dadaistischen Aktivitäten. Man Ray macht seine ersten "Rayogramme".

1922 Verlässt Deutschland und geht nach Paris. Veröffentlichung von "Repetitions" (Gedichte von Paul Eluard, Collagen von Max Ernst) und "Les Malheurs des Immortels" (Gedichte von Paul Eluard/Max Ernst, Collagen von Max Ernst).

 

"Pariser Zeit", 1923 - 1940

Wandmalereien im Hause von Paul Eluard, Frottagetechnik;
"La belle Jardinierè", Finstere Zeiten in Deutschand, "Entartete Kunst"


1923 Mitarbeit an der Zeitschrift "Litterature". "Nouvelle Serie", inzwischen von Breton allein herausgegeben, der sich von Dada abwendet und eine neue Bewegung, den Surrealismus, vorbereitet.

Malt 17 Wandbilder im Haus von Paul Eluard in Eaubonne. Kurt Schwitters veröffentlicht die erste Ausgabe der Zeitschrift "MERZ". Marcel Duchamp hört auf zu malen. Andre Masson macht die erste "automatische" Zeichnung. Stellt in Salon des Independants aus (Celebes, Oedipus Rex, Le Rendez-vous des Amis und Das innere Gesicht). Beifall der Kubisten, namentlich Braques, Juan Gris`und Marcoussis´. Der Sammler Jacques Doucet erwirbt "A l´Interieur de la vuew".

1924 Verkauft den größten Teil seiner Bilder an Johanna Ey, Besitzerin der Galerie "Das junge Rheinland", Düsseldorf, und reist in den fernen Osten. Trifft Paul und Gala Eluard in Saigon.

Breton veröffentlicht "Manifeste du Surrealisme". Viele Dadaisten gehen zur Gruppe der Surrealisten über. Ivan Goll veröffentlicht die einzige Nummer der Zeitschrift "Surrealisme". Gründung der Zeitschrift "La Revolution Surrealiste", herausgegeben von Pierre Naville und Benjamin Peret und Andre Breton.

"La belle Jardiniere" im Salon des Independants. Neben erneuter Zustimmung der Kubisten, Sympathiekundgebung von Schriftstellern wie Breton, Paulhan, Aragon, Ribemont-Dessaignes, Cocteau und anderen. Jacques Doucet möchte das Bild erwerben, muß aber wegen des Protests seiner Gemahlin darauf verzichten ("keine nackten Frauen erlaubt!") Das Bild wird später von der Kunsthalle (Düsseldorf) erworben, von wo es in die berüchtigte Ausstellung "Entartete Kunst" entführt wird und dann verschwindet. Bei den "Entarteten" mit folgendem Vermerk beehrt: Beschimpfung des deutschen Weibes.

1925 Entwickelt die "Frottage"-Technik. es entstehen die Frottagen zu "Histoire Naturelle". Bezieht ein Atelier in der Rue Tourlaque, Montmartre. Gemeinschaftliche Zeichnungen und Texte der Surrealisten.

Erste surrealistische Ausstellung mit Arbeiten von Arp, de Chirico, Max Ernst, Klee, Masson, Miro, Picasso, Man Ray, Pierre Roy, Katalogtexte von Breton und Desnos.

Wieder "Gelegenheitsarbeiter", Aussichten schlecht. Eluard hilft wieder aus. Dann plötzlich unverhofft Kontakt mit Jacques Viot, "Courtier en chambre" und Abenteuer, der schon mit Miro "abgeschlossen" hat, und später auf Maxens Anraten, auch mit Arp einen Vertrag schließt. Arp, Ernst, Miro, das Trio das ein Vierteljahrhundert später in Venedig Lorbeeren einheimst.

Max, 34-jährig, kann endlich ruhig "arbeiten", zum ersten Mal in seinem Leben. Zum ersten Mal mietet er ein Atelier. Er verbringt die Ferien am Meer in der Bretagne. Dort kommt ihm eine Erleuchtung beim Anblick des hölzernen Fussbodens. Die Frottage-Technik ist gefunden. Die "Naturgeschichte" entsteht durch diese Technik und wird im nächsten Jahr im Verlag Jeanne Bucher veröffentlicht. Arp schreibt die "Einführung" und Paul Eluard stellt die Frage: "Hat der Spiegel seine Illusionen verloren oder hat die Welt sich ihrer Undurchsichtigkeit entledigt?" Und Max fährt fort: "Indem es sich ihrer Undurchsichtigkeit entledigt, verschmilzt das Universum im Menschen. Sich seiner Blindheit zu entledigen, wird so des Menschen Berufung. Frottage ist nicht anderes, als ein technisches Mittel, die halluzinatorischen Fähigkeiten des Geistes zu steigern, daß "Visionen" sich automatisch einstellen, ein Mittel sich seiner Blindheit zu entledigen."

1926 "Histoire Naturelle" erscheint bei Jeanne Bucher. Wendet die Frottage-Technik in der Malerei an (Grattage).

In Zusammenarbeit mit Juan Miro entstehen Bühnenentwürfe und Kostüme für Diaghilews "Russisches Ballet". Beziehungen der Pariser Surrealisten zu den belgischen Surrealisten (Magritte, Mesens, Goemans, Lecomte, Nouge, Scutenaire u. a.).

1927 Ausstellung in der Galerie van Leer. Johannes Th. Baargeld verunglückt tödlich während einer Bergtour.

1929 Ausstellung in der Galerie Georges Bernheim. Luis Buñuel und Salvador Dali drehen den Film "Un Chien Andalou"

1933 Ausstellung in der Mayor Gallery, London. Albert Skira und E. Teriade gründen die Zeitschrift "Minotaure" (den Umschlag von Nr. 8 entwirft Max Ernst).

1934 Der Collagenroman "Une semaine de bonte" erscheint. Verbringt den Sommer bei Alberto Giacometti in Maloja, Schweiz, wo er in Gebirgsbächen gefundene Steine bearbeitet und bemalt.

Ausstellung "Was ist Surrealismus" in Zürich, Katalogtext von Max Ernst.

1936 Wendet die Decalcomanie-Technik an, die Oscar Dominguez im Jahr zuvor entdeckt hat. Teilnahme mit 48 Arbeiten an der Ausstellung "Fantastic Art, Dada Surrealism" im Museum of Modern Art, New York. Im Museo Nacional de Arte Moderno in Madrid werden die Originalcollagen von "Une semaine de bonte" gezeigt.

Im Sommer mit Oskar Schlemmer, Herbert Read und dem Architekten Erno Goldfinger in Schloß Sarraz, Kanton Waadt, Schweiz.

1937 Veröffentlicht "Au dela de la peinture" im Sonderheft der "Cahiers d Art", das ihm gewidmet ist.

Seine Arbeiten werden in Deutschland konfisziert. "La belle jardinière" wird in der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt.

1938 M.E. verlässt die Surrealisten Gruppe. Als "feindlicher Ausländer" interniert. Wird auf Paul Eluards Betreiben zu Weihnachten freigelassen.

1940 Wird wieder interniert. Flieht zweimal. Die "Gestapo" sucht ihn. Erhält von Freunden das Angebot, nach Amerika zu kommen. Im Mai wird er von einem Taubstummen denunziert. Dieser behauptet, er habe dem Feind Lichtzeichen gegeben. Auf Befehl des General Dentz wird er von der Gendarmerie mit Handschellen zunächst nach Loriol im Departement Drome, dann erneut ins Lager Les Milles bei Aix-en-Provence abgeführt. Dort hat sich die Zahl der Gefangenen vervierfacht, die Zahl der Läuse verhundertfacht. Aus dem Lager in Saint-Nicolas bei Nimes flieht Max nach Saint-Martin. er wird wieder festgenommen und erneut interniert. Er entflieht ein zweites Mal, in dem Augenblick, da die Entlassungspapiere eintreffen. Noch einmal in Saint- Martin, doch diesmal allein. Leonora, die in der Abwesenheit von Max den Verstand verloren hat, ist nach Spanien geflohen. Dort wurde sie als Schizophrene in einer Irrenanstalt in Santander interniert. Max beginnt "Europa nach dem Regen" - zweite Version zu malen. Er lebt in dieser Zeit von Zuwendungen seines Freundes Joe Bousquet, der seine Bilder kauft.Von der Gestapo gesucht. Er beschließt Europa zu verlassen. Ein Zufluchtsangebot in die Vereinigten Staaten wird von mehreren Freunden beschafft, eingeschlossen Margares Barr und Sohn Jimmy, und von Varian Fry durch das Emergency Rescue Committee in Marseille übermittelt. Am Tage vor seiner Abreise von Saint-Martin-d Ardeche erscheint der Briefträger, um ihm eine Auswahl von Kalendern fürs neue Jahr anzubieten. Max sucht sich eine Landschaft aus. Der Briefträger fleht ihn an:"Monsieur Max, nehmen Sie doch den Marschall Petain. Niemand möchte ihn haben."

 

"Amerika", 1941 - 1952

Freiheit, geliebte Freiheit, Heirat, Max in der Wüste,
"Die Versuchung des heiligen Antonius"


1941 Verlässt mit Peggy Guggenheim Frankreich und geht nach New York. Heiratet Peggy Guggenheim.

Reist durch Arizona, Neu-Mexiko und Kalifornien

1942 Entwickelt die Technik der "Oszillation". Sonderheft der Zeitschrift "VVV" ("View") New York, Max Ernst gewidmet. Ausstellung in der Valentine Gallery, New York.

Gruppenausstellungen "Artists in Exile" in der Pierre Matisse Gallery, New York und "First Papers of Surrealism" mit Arp, Bellmer, Brauner, Calder, Chagall, Duchamp, Max Ernst, Frances, Giacometti, Frida Kahlo, Kiesler, Klee, Lam, Matta, Magritte, Miro, Masson, Moore, Oelze, Onslow-Ford, Picasso, Seligmann, Tanguy und den Amerikanern Baziotes, Jimmy Ernst, Hare und Motherwell.

1943 Im Sommer mit Dorothea Tanning in Sedona, Arizona. Ausstellung in der Julien Levy Gallery, New York.

1944 Arbeitet Skulpturen in Great River, Long Island. Hans Richter dreht den Film "Dreams that money can buy" unter der Mitwirkung von Calder, Duchamp, Max Ernst, Leger und Man Ray.

1945 Gewinnt einen Malerei-Wettbewerb über das Thema "Die Versuchung des hl. Antonius" für den Film von Albert Lewin "Das Privatleben des Bel Ami" (nach Guy de Maupassant); Juroren sind Alfred H. Barr, Marcel Duchamp und Sidney Janis).

Ausstellung in der Galerie Denise Rene, Paris, von Paul Eluard arrangiert.

1946 Heirat mit Dorothea Tanning. Läßt sich in Sedona, Arizona nieder, baut ein Haus und dekoriert es mit Steinreliefs.

Jackson Pollock wendet Max Ernsts Oszillationsverfahren als "dripping" an.

1947 "Le Surrealisme en 1947. Exposition Internationale du Surrealisme", die letzte bedeutende Ausstellung der Gruppe, in der Galerie Maeght, Paris. Es nehmen 87 Künstler aus 24 Ländern teil.

1948 Wird amerikanischer Staatsbürger. Robert Motherwell gibt das Buch "Max Ernst: Byond Painting and other Writings by the Artist and his Friends" in New York heraus.

1950 besucht Europa

1951 erste große deutsche Retrospektive im Schloß seiner Geburtsstadt Brühl. Die Ausstellung wird Grund eines Streites zwischen Max Ernst und der Stadt Brühl.

1952 Paul Eluard stirbt.

 

Wieder in Europa, 1953 - 1976

Ruhm und Ehre, "Ehrendoktor aber kein Ehrenbürger"

1953 Rückkehr nach Europa. Besuch in Köln.

1954 Erhält den großen Preis für Malerei auf der 27. Biennale in Venedig. Hans Arp für Plastik, Miró für Grafik. Wird aus der Surrealistengruppe ausgeschlossen.

1955 Übersiedlung nach Huismes i d Tourraine

1956 Findet in einem Geschäft in Chinon Rollen altmodischer Tapeten von der Art, die er vor mehr als 35 Jahren benutzt hatte und macht zu seinem Vergnügen eine Reihe von Collagen: "Dada-Wald, Dada-Sonne" Retrospektive in der Kunsthalle Bern, Katalogvorwort von Franz Meyer.

1957 Erhält den Großen Preis für Malerei des Landes Nordrhein-Westfalen.

1958 Wird französischer Staatsbürger. Die erste große Monografie erscheint von Patrick Waldberg.

1960 Reise durch Deutschland

1961 Ausstellung des plastischen Werkes "L'OEuvre sculpté", in der Galerie Le Piont Cardinal. Reist zur Retrospektive im Museum of Modern Art nach New York und erzählt William S. Lieberman "The Informal Life of Max Ernst". Erhält die Stephan-Lochner-Medaille der Stadt Köln.

1962 Retrospektive im Wallraf-Richartz-Museum, Köln, anschließend (1963) im Kunsthaus Zürich.Werke aus allen Schaffensperioden des Malers werden von Herrn Dr. Gert von der Osten mit Sorgfalt ausgewählt, mit manchen Schwierigkeiten zusammengebracht, katalogisiert und im Wallraf-Richartz-Museum am 28. Dezember einem dem Maler mehr oder weniger bekannten Publikum vorgelegt zur gefälligen Betrachtung. In dem gleichen Museum wo der kleine Max vor vielen Jahren Stephan Lochner, Hieronymus Bosch und den Meister des Bartholomäusaltars kennen lernte und geliebt hat. In der von ihm vielgeliebten und vielskandalisierten Vaterstadt, dem heiligen Köln

1963 Läßt sich in Seillans, Südfrankreich, nieder. In Zusammenarbeit mit Peter Schamoni und Carl Lamb entsteht der Film "Entdeckungsreisen ins Unbewußte". Tod von Tristan Tzera.

1964 Ausstellung "Écrits et æuvre gravé" in der Bilbliothéque Municipale, Tours, und in der Galerie Le Point Cardinal, Paris. Das Buch von Max Ernst und Iliazd, "Maximiliana ou L´exercice illégale de l´Astronomie" mit 34 Radierungen erscheint.

1965 Ausstellung "Le Musée de l´homme" in der Galerie Alexandre Iolas, Paris

1966 Ausstellung im Jewish Museum, New York. Max Ernst lehnt die Ehrenbürgerschaft der Stadt Brühl ab. In Zusammenarbeit mit Werner Spies entsteht der Film "Selbstporträt", mit Peter Schamoni der Film über Ernst Wilhelm Leberecht Tempel, "Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie"

1967 Der Bilderzyklus im Haus von Paul Eluard (1923 gemalt) wird wiederentdeckt. Gruppenausstellung "Le Muse Inquietanti, Maestri del Surrealismo" in der Galleria Civica d´Arte Moderna, Turin.

1968 Grosser Brunnen für die Stadt Ambiose. Gruppenaussstellung im Museum of Modern Art

1969 Retrospektive im Moderna Museet, Stockholm, und im Stedelijk Museum, Amsterdam.

1970 Reise nach Stuttgart und Tübingen. Ausstellung im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, Wanderausstellung der Sammlung de Menil "Max Ernst. Das innere Gesicht" durch Europa und USA (bis 1974). Die Schriften Max Ernsts erscheinen unter dem Titel "Écritures" in Paris.

1971 Reise nach Köln. Brunnen für die Stadt Brühl. Ausstellung in der Orangerie des Tuileries, Paris, zum 80. Geburtstag.

1972 Ehrendoktorwürde der Universität Bonn. Eduard Trier hält die Laudatio. Ausstellung "Jenseits der Malerei - Das grafische Werk" im Kestner-Museum, Hannover.

1973 Ausstellung "Perturbations, Délices et Orgues" in der Galerie Alexandre Iolas, Paris.

1974 Ausstellung in der Galerie Jan Krugier, Genf. Arbeitet 50 Collagen für das Buch von Werner Spies "Max Ernst Collagen. Inventar und Widerspruch".1975 Die ersten beiden Bände des von Werner Spies herausgegebenen Œuvre-Katalogs (Spies/Leppien, Das Graphische Werk und Spies/Metken, Werke 1906-1925) erscheinen in Köln. Retrospektiven im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, und in den Galeries Nationales du Grand Palais, Paris.

1976 Der dritte Band des Œuvre-Katalogs (Spies/Metken, Werke 1925-1929) erscheint in Köln. Max Ernst stirbt am 1. April in Paris. Die Stadt Goßlar verleiht ihm posthum den Kaiserring der Stadt für das Jahr 1976.

1977 Retrospektiven in "The Seibu Museum of Art", Tokio, und im "Museum of Modern Art", Hyogo, Kobe, Japan.

 

Aktualisiert am: Sa, 27. Juli 2013

Diese Biografie wurde 1984 im Rahmen eines Seminars erstellt. Da ich den von mir sehr geschätzten Künstler leider nicht persönlich kannte, war ich zur Ermittlung der "Rohdaten" auf externe Quellen angewiesen, u.A. Vorträge, Hörfunksendungen und einschlägige Publikationen. Besonders hilfreich waren folgende, heute wohl vergriffenen, Bücher: 1) Werner Spies - Max Ernst, 1950-1970, Die Rückkehr der schönen Gärtnerin (DuMont Buchverlag, Köln, 1979), 2) Winfried Konnertz - Max Ernst, Zeichnungen, Aquarelle, Übermalungen, Frottagen (DuMont Buchverlag, Köln, 1980).

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